Aktueller Freudebringer – ich gehe wieder tanzen!

Mittwoch, 20. September 2017, ca, 20 Uhr: Statt wie in den letzten Monaten meine Ballettstunde nach den Übungen an der Stange zu verlassen, blieb ich auch für den nächsten Teil, bei dem in der Mitte des Raumes ohne hölzerne Stütze getanzt wird. Fast eineinhalb Stunden habe ich ohne Kniebandage meine Beine bewegt.

Donnerstags plagte mich wie erwartet ein mörderischer Muskelkater in den Beinen und am Po. Aber ich konnte ohne Knieprobleme Treppen steigen (mein Hintern hat allerdings lautstark protestiert). Und auch am Freitag fand sich im Knie bei genauem In-mich-Hineinschauen nur ein leichtes Ziepen.

Fazit: Das Ballett ist mein! Die physiotherapeutischen Übungen und meine Vorsicht scheinen nach neun Monaten gut anzuschlagen, das Knie hält wieder.

Sogar meine vierstündige Tanzorgie am Freitag (diesmal mit Bandage auf einem Musikfestival) hat das Knie gut überstanden. Am Samstag hatte ich im linken Bein Schmerzen, aber nicht im kaputten Knie rechts. 🙂

In mir keimt die Hoffnung, dass ich im Lauf des nächsten Jahres vielleicht sogar wieder zweimal die Woche ins Ballett gehen und Ende 2018 meine Kniebandage einmotten kann. Ein bisschen träumen darf ich doch, oder?

Auf jeden Fall freue ich mich schon seit Tagen darüber, dass ich wieder Tanzen gehen kann, egal ob als Training oder nur rein privat. Ich bessere mich. 😉

Advertisements

Eltern

Letzte Woche haben wir meine Mutter besucht. Während ich auf der Rückfahrt im Stau vor mich hinträumte und den Besuch noch einmal Revue passieren ließ, kam mir der Gedanke, dass ich tatsächlich eine meiner schwierigeren Eigenschaften von ihr geerbt haben könnte.

In diesem Moment war es vorbei mit der ruhigen Autofahrt. Wie ein Trüffelhund, der eine Fährte aufgenommen hat, untersuchte ich diese Vermutung von allen Seiten. Ist es Vererbung? Ist es nur ein erlerntes Verhalten? Letzteres habe ich inzwischen mit ziemlicher Sicherheit ausgeschlossen, da sich das von mir gezeigte Verhalten stark von dem meiner Mutter unterscheidet. Deswegen hat es auch ganze 43 Jahre gebraucht, bis ich auf die Idee kam, das dahinter die gleiche Eigenschaft steckt. Wahrscheinlich ist es noch nicht einmal eine Eigenschaft, sondern ein spezielle Art von Informationsverarbeitung.

Leider habe ich noch nicht genau verstanden, was genau bei uns anders verarbeitet wird als bei den meisten anderen Menschen, ich kann es also auch noch nicht in für euch verständliche Worte fassen.

Ich finde es nur interessant, wie stark man von seinen Eltern geprägt ist. Vielleicht ist der Prozess des Erwachsenenwerdens nie abgeschlossen. Immer wieder stolpere ich über Ansichten oder Verhaltensweisen, die ich in meiner Kindheit gelernt habe und die ich ändern möchte. Ein Prozess, der in der Pubertät begann und auch noch im fortgeschrittenen Alter für Überraschungen gut ist. Zum Beispiel, wie unterschiedlich ich und meine Mutter mit gewissen geistigen Gegebenheiten umgehen.

Spannend!

Merkhilfen

Das heutige Zitat stammt von mir selbst und es ist schlecht gereimt. Aber wie viele dieser Reime lässt es sich leicht im Gedächtnis behalten und es ist eine Art Merksatz für mich geworden.

Dem Ideale nachzustreben ist für jeden eine Pflicht, sich daran zu messen, ist es aber nicht.

Hinter diesem Verschen steckt eine feine Unterscheidung, die für mich sehr wichtig ist.

Wie die meisten Menschen habe ich Ansprüche an das, was ich tue. Ich möchte zum Beispiel hier auf diesem Blog gute Artikel schreiben. Das heißt für mich, eine klare Sprache zu verwenden und nur über Themen zu schreiben, die mich interessieren und zu denen ich eine persönliche Sicht der Dinge beisteuern kann. Idealerweise werdet ihr ein wenig inspiriert, selbst etwas zu tun oder über etwas nachzudenken, oder ihr nehmt einen praktischen Tipp mit, der nicht bereits zehntausendmal wiedergekäut wurde.

So weit das Ideal.

In der Praxis versuche mein Bestes, mich diesem Ideal anzunähern. Ich richte mein Tun daran aus. Aber ich bin nur ein Mensch. Ich habe schlechte Tage, manchmal nur wenig Zeit oder mir fehlt die Inspiration. Es gibt Tage, da fließt der Text in meine Tastatur, und andere, an denen ich mit jedem Wort kämpfe.

Womit wir beim zweiten Teil des Merkspruchs angelangt sind. Ja, ich habe mein Ziel vor Augen, aber ich gebe mich nicht der Illusion hin, dass ich dieses Ideal erreichen kann. Deswegen ist es ja ein Ideal, also laut duden.de der „Inbegriff der Vollkommenheit“. Ein Ideal kann man definitionsgemäß nicht erreichen. Wer mit dem Ideal konkurriert, „sich an ihm misst“, kann also nur verlieren.

Das ist schlecht für das Selbstbewusstsein, ihr könnt mir das glauben.

Ich balanciere auf einem schmalen Grat. Ich versuche, mein Bestes zu geben, mich vielleicht sogar zu verbessern. Gleichzeitig ist mir bewusst, dass es an meiner Leistung immer etwas zu verbessern geben wird. Weil mir Grenzen gesetzt sind. Also urteile ich nicht darüber, inwieweit ich mich dem Ideal genähert habe, sondern ich sehe es mehr als Wegweiser meines Handelns.

Daran soll mich dieses Sprüchlein erinnern.

Erntezeit

Zwei Pflanzen haben uns dieses Jahr besonders viel Freude bereitet.

Zum einen unsere Kürbisse, die langsam das ihnen zugewiesene Beet füllten, um sich dann dem Rest der Anbaufläche zu widmen. Kürbistriebe fanden sich in den Kartoffeln, hangelten sich bei den Stangenbohnen hoch und bedeckten Lauch, Salat und Karotten. Netterweise wuchsen nicht nur die Blätter, sondern auch die Früchte. Fünf große Kürbisse sind bereits verbraucht oder verschenkt, den Rest seht ihr hier:

Hokkaido- und Butternusskürbisse
Unsere Kürbisernte – sehen die nicht lecker aus?

Eine weitere Pflanze hat dieses Jahr alle unsere Erwartungen übertroffen – unsere Chilipflanze. Die Hälfte der Ernte ist eingebracht, die Schoten sind sehr scharf. Eine Drittelschote reicht bereits aus, um ein Gericht gerade noch erträglich zu würzen. Merkwürdigerweise wollte bisher kein Nachbar ein paar Schoten abhaben. 😉

Ein Teller voll Chilischoten
Viel Schärfe in hübschem Rot

Die Kartoffelernte verlief auch zufriedenstellend, wir haben zwei große Kisten im Keller, eine mit Linda, eine mit Kerkauer Kipflern. Damit werden wir wohl über den Winter kommen.

Überhaupt war dieser Sommer ein guter Sommer, gartentechnisch gesehen. Immer genug Regen, dazwischen Sonne und es war sehr warm. Bis auf die Zwiebeln ist alles hervorragend gewachsen und wird werden wohl noch bis in den Oktober mit Lauch und Karotten aus dem Garten versorgt sein.

So langsam wird die Arbeit weniger und wie immer freue ich mich zu Herbstbeginn auf den Winter, in dem ich vom Garten nur träume, immer saubere Fingernägel habe und nicht mehr dauernd Unkraut jäten muss. Ein bisschen Erholung tut gut, bis dann Anfang Januar die Vorfreude aufs neue Pflanzjahr alles andere überwiegt und ich stundenlang die neuen Kataloge der Gärtnereien studiere.

Schalttage

Nach längerer Denkpause beginne ich mal damit, meine neueste Errungenschaft in meinem Abnehm- und Gewichthalten-Werkzeugkasten zu erläutern. Es handelt sich hierbei um ein schon seit Jahrzehnten von unseren Müttern erprobtes Element, das ich erst in den letzten Monaten entdeckt und genutzt habe. Besser gesagt, mir ist erst in den letzten Monaten der mögliche Nutzen klar geworden. Ihr wisst ja, dass ich manchmal ein bisschen länger brauche bei solchen Dingen.

Wovon ich rede, sind die sogenannten „Schalttage“. Ein Schalttag kann ein reiner Obst-, Reis-, Quark-, Saft- oder Buttermilchtag sein. Kennzeichen sind eine sehr eintönige Ernährung und eine Kalorienaufnahme von 600 bis 800 Kilokalorien.

Nutzen der Schalttage

Schalttage haben zwei Vorteile:

  • Aufgrund der geringen Kalorienmenge konnte sogar ich an solchen Tagen ein großes Kaloriendefizit von mindestens 1000 Kilokalorien verzeichnen.
  • Sie wirken stark entwässernd. Ein Gewichtsverlust durch weniger Wasser von einem bis 1,5 Kilogramm nach einem solchen Tag ist keine Seltenheit.

Wann also am besten anwenden?

Ich persönlich nutze sie als Motivationshilfe. Die meisten, die bereits seit längerer Zeit abnehmen, kennen das Problem, dass unser Körper in sehr kurzer Zeit viel Wasser einlagern kann. Ich bin auch mal im Urlaub und esse dann ein bisschen mehr und ich feiere Weihnachten nicht, indem ich auf alle angebotenen Nahrungsmittel verzichte. Allerdings macht es keinen Spaß, danach auf die Waage zu gehen. Drei Kilogramm in vier Tagen zugenommen? Das ist technisch unmöglich, ich habe sicherlich keine 18 000 Kilokalorien zusätzlich gegessen.

Trotzdem bin ich erst einmal genervt und will eigentlich gar nicht wieder mit der blöden Diät anfangen.

Wenn ich dann einen Buttermilchtag einlege (ich persönlich mag diese Variante am liebsten), bleiben von den drei Kilos noch 1,5 übrig. Außerdem bin ich innerlich wieder im Diätmodus und esse die nächsten Tage nicht die letzten Plätzchen auf.

Wofür sie nicht taugen

Schalttage sind kein Einstieg in eine gesunde Ernährung und man sollte auf keinen Fall mehrere dieser Tage hintereinander planen.

Ich persönlich achte darauf, dass ich an einem solchen Tag keine stressigen Termine habe und auch keine außergewöhnliche sportliche Pläne habe. Ich finde es ziemlich schwierig, so wenig zu essen, und kann dann nichts brauchen, was mich vom Pfad der Tugend ablenkt.

Wie geht es weiter?

Eine Frage, zwei Themen. In Bezug auf das Gewicht fällt mir die Antwort leicht, denn natürlich habe ich einen Plan. Ich werde langsam meine täglich erlaubte Kalorienmenge erhöhen, bis ich bei einer Essensmenge angekommen bin, mit der ich mein Zielgewicht halten kann. Langsam erhöhe ich deswegen, weil ich bei einer plötzlichen Veränderung eine massive Wassereinlagerung befürchte. Ich kenn doch inzwischen meinen Stoffwechsel. Und es kann nicht schaden, noch ein paar Gramm zusätzlich abzunehmen.

Ansonsten habe ich in den letzten beiden Tagen über die Zukunft des Blogs nachgedacht. Die Gewichtsthemen bleiben mir und euch erst einmal erhalten, ich habe in den letzten beiden Monaten einiges ausprobiert und möchte euch meine Erfahrungen und Überlegungen dazu mitteilen. Außerdem werde ich ab Oktober wieder am ersten Montag des Monats einchecken und euch darüber berichten, wie es mir denn nun so geht mit dem Gewichthalten. Aber die Artikel zu diesem Thema werden weniger werden, zumindest hoffe ich das. Ich möchte nicht mein Leben lang so intensiv über mein Essverhalten und mein Gewicht nachdenken, wie ich das in den vergangenen 1,5 Jahren getan habe.

In den letzten Monaten habe ich ja auch schon mit neuen Themen experimentiert und habe über fast alles geschrieben, was mich im jeweiligen Augenblick beschäftigte. Ich habe euch von meinem Garten und allgemein von den Erfolgen und Misserfolgen in meinem Leben erzählt. Der größte Freudebringer ist momentan natürlich das Erreichen meines Gewichtsziels. 🙂 Ich habe meine Gedanken zu Themen und Aussagen, die mich inspiriert haben, frei wandern lassen.

Ich gebe zu, dass ich noch nicht genau weiß, was hier zukünftig die größte Rolle spielen wird. Habt ihr irgendwelche Vorschläge oder Vorlieben?

Geschafft!!

Warum gab es am Donnerstag nicht das übliche Posting? Julilo ist doch sonst immer zuverlässig wie ein Uhrwerk.

Einfache Antwort: Ich habe gewartet. Ich habe auf den Tag gewartet, an dem ich morgens auf die Waage steige und mein Gewichtsziel erreicht habe. Seit Mittwoch fehlten nur noch 100 Gramm und heute war es endlich so weit, die Zahlen auf der Waage machten einen großen Sprung nach unten:

Foto von meiner Waage mit der Zahl 66.6
Das Beweisfoto!

Vor fast genau 15 Monaten begann ich mit dem Projekt, acht Kilogramm abzunehmen und dann mein Gewicht zu halten. Den ersten Teil kann ich hiermit abhaken. Ich wiege hiermit offiziell 67 Kilogramm, wobei ich die drei Sechsen auf der Waage auch schön finde. Das hat so etwas Teuflisches.